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📺 TV-Interview

ZIB2 (ORF) ×
Peter Steinberger

Im Studio bei Armin Wolf — zwei Tage nach Bekanntgabe des OpenAI-Wechsels

25 min
Dauer
16.02.2026
Ausstrahlung
5
Themenblöcke
ORF
Sender
ZIB2 Interview — Peter Steinberger bei Armin Wolf

Zwei Tage nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu OpenAI erscheint Steinberger im Studio der ZIB2 — der wichtigsten österreichischen Nachrichtensendung. Moderator Armin Wolf stellt die Fragen, die ein breites Publikum bewegen: Was kann die KI wirklich? Wo sind die Grenzen? Und was bedeutet das für die Arbeitswelt?

Z1

Was kann OpenClaw, was ChatGPT nicht kann?

  • ChatGPT gibt Text zurück — OpenClaw führt Aktionen aus: Dateien lesen, E-Mails schicken, im Browser agieren
  • Vergleich: „Eine Entität, die anstelle von mir am Computer sitzt und die Tastatur sowie die Maus bewegen kann"
  • Konkret: Eine Paris-Reise von A bis Z buchen — Flüge, Hotel, Tickets, Bezahlung. Nicht nur Vorschläge.
„Man muss dem Programm die Kreditkarte zur Verfügung stellen. Ich würde aber vorschlagen, dass man eine eigene Kreditkarte dafür verwendet, auf der nicht alles abgebucht werden kann."
— Peter Steinberger, ZIB2
Z2

Grenzen der KI

  • Auf Wolfs Frage, ob KI eine Dissertation schreiben kann: „Ich hoffe nicht. Die menschliche Arbeit zählt noch. Eine Dissertation ist nicht einfach nur ein Prompt. Da steckt viel Arbeit dahinter, und man muss oft wirklich forschen."
  • Sein eigener Workflow: Agentenbasiertes Programmieren — „Ich erkläre der KI, welches Feature ich möchte, und die KI setzt es nur in Code um"
  • KI macht noch viele banale Fehler bei eigenständigen Entscheidungen
  • Nächste Mission: „Einen Agenten bauen, den auch meine Mama benutzen kann" — dafür braucht es ein Team und Forschung, insbesondere beim Schutz gegen Prompt Injection
Z3

Sicherheit & Datenschutz

  • Datenschutz: Bei OpenClaw bleibt grundsätzlich alles lokal auf dem eigenen Rechner. Komplett offline möglich — bei Cloud-Diensten (z. B. E-Mail) gehen Teile über die Cloud.
  • Prompt Injection: Ungelöstes Problem. Modelle sind heute besser trainiert, aber bei genug Aufwand überwindbar.
  • Haftung: Agenten handeln nur auf Anweisung des Nutzers — ohne Prompt passiert nichts. Zudem verweist er auf bestehende Verbraucherschutzrechte: „In Österreich gibt es Regelungen, dass ich eine Buchung online nochmal stornieren kann."
🔒

Steinbergers Dreifach-Argument zur Sicherheit: (1) Lokale Ausführung schützt Daten, (2) Verbraucherschutzrechte gelten weiterhin, (3) der Agent handelt nie eigenständig ohne Anweisung.

Z4

Auswirkungen auf die Arbeitswelt

  • Repetitive Arbeiten werden automatisiert, aber Kreativität fehlt der KI noch
  • KI als Unterstützung zur effizienteren Arbeit, nicht als Ersatz
  • Soziales Netzwerk für KI-Agenten (Moldbook): „Alles, was ich bisher gesehen habe, amüsiert mich eher, da viele Storys von den Usern gepusht werden"
  • Weltherrschaft durch KI? „Derzeit sind wir weit davon entfernt"
„Vielleicht müssen in Zukunft nicht alle acht Stunden arbeiten."
— Peter Steinberger, ZIB2
Z5

Der Wechsel zu OpenAI

  • OpenClaw bleibt Open Source — wird nicht kommerziell eingeschränkt
  • Bei OpenAI: Lösungen bauen, die einfacher zu handhaben sind
  • Warum OpenClaw gegen große Firmen gewann: „Viele kleine Ideen haben dazu beigetragen, ein zugänglicheres Produkt zu schaffen, mit dem die Leute gerne arbeiten"
  • Motivation: Nicht das höchste Angebot, sondern „mit motivierten Leuten gemeinsam an dieser Technologie lernen und forschen"
„Ich bin gespannt darauf, in einer großen Firma zu arbeiten und mit motivierten Leuten gemeinsam an dieser Technologie zu lernen und zu forschen. Mein Angebot war nicht das höchste, aber es bot mir die Möglichkeit, in einem inspirierenden Umfeld zu arbeiten."
— Peter Steinberger, ZIB2
Lex Fridman Podcast #491
🎙️ Das ausführliche Interview — 3h 16min
Lex Fridman Podcast #491 — Peter Steinberger
11. Februar 2026 · 10 Themenblöcke · Entstehung, Namens-Saga, Moldbook, Sicherheit, Opus vs. Codex, persönliche Geschichte
Hinweis: Diese Zusammenfassung basiert auf dem Transkript des ZIB2-Interviews (via Whisper). Die Zitate wurden nach bestem Wissen aus dem Transkript übernommen; einzelne Formulierungen können durch die automatische Transkription leicht abweichen.